QR-Codes in der Karlskirche Volders

QR-Codes in der Karlskirche Volders

Die Karlskirche in Volders, direkt neben der Autobahn gelegen, ist vielen Tirolern zwar bekannt – von innen gesehen haben sie die einstige Klosterkirche der Serviten aber die wenigsten. Dabei beherbergt das Gotteshaus bemerkenswerte Kunstschätze, darunter prachtvolle Deckengemälde des Tiroler Malers Martin Knoller.

Nun gibt es einen neuen Grund, die Kirche zu besuchen. Ortschronist Karl Wurzer hat gemeinsam mit Petra Eberharter und Andreas Bittkau, Vorstand der Reuschel-Stiftung, ein Projekt entwickelt, das Kunstgeschichte und moderne Technologie verbindet. Per QR-Code können Besucher drei Entwurfsskizzen von Martin Knoller direkt den ausgeführten Deckengemälden gegenüberstellen. Die Skizzen befinden sich in der Sammlung Reuschel im Bayerischen Nationalmuseum in München – bisher für die meisten Besucher der Karlskirche unerreichbar. Die Idee dazu kam nach einem Besuch einer Ausstellung in der Alten Pinakothek in München, wo ähnliche QR-Codes eingesetzt werden.

Im Mittelpunkt des Projekts steht Karl Wurzer. Der 80-jährige Ortschronist ist neben der Karlskirche aufgewachsen und setzt sich seit 35 Jahren für deren Erhalt ein. Gemeinsam mit der Gemeinschaft hat er immer wieder Spenden organisiert, um das Kleinod zu erhalten – etwa als vor zehn Jahren die Kuppel mit Stahlseilen gesichert werden musste. Heute kümmert sich die Ordensgemeinschaft um die Instandhaltung der Kirche, Bischof Glettler um das Innenleben. Jeden Samstag findet ein Gottesdienst statt.

Die Tiroler Tageszeitung hat das Projekt besucht und Karl Wurzer porträtiert. Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Sonntagsausgabe TT vom 28. Juni 2026.

01.07.2026