49. Außerferner Chronistentag in Pinswang

49. Außerferner Chronistentag in Pinswang

Am vergangenen Samstag fand in der Gemeinde Pinswang der 49. Außerferner Chronistentag statt. Rund 25 Chronistinnen und Chronisten aus dem gesamten Bezirk folgten der Einladung. 

PINSWANG (red). 1996 fand der letzte Bezirks-Chronistentag in Pinswang statt. Ebenfalls in die Grenzgemeinde kamen der neu gewählte Tiroler Landeschronist, David Abendstein, gemeinsam mit der gesamten Landesleitung – Andrea Raggl-Weissenbach und Bernhard Mertelseder. Für Bezirkschronist Johannes Pirchner war der Chronistentag in Pinswang eine gelungene Premiere.

Gebhard Haller als Vorbild

Im Mittelpunkt des Tages stand die Arbeit von Gemeindechronist Gebhard Haller, der seit 1992 die Geschichte Pinswangs mit großem Einsatz dokumentiert. Seine mehrbändige Chronik gilt als Vorzeigeprojekt im Bezirk und darüber hinaus. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Akribie und Tiefe, mit der Haller das kulturelle Erbe seiner Gemeinde festgehalten hat. Die Landesleitung der Chronisten und Bezirkschronist Pirchner sprachen Haller seine besondere Anerkennung aus: „Solche Chroniken sind ein unbezahlbarer Schatz für die Nachwelt.“

Starkes Zeichen der Gemeinde

Bürgermeister Richard Wörle würdigte in seiner Begrüßung die stille, aber bedeutsame Arbeit der Chronisten. „Diese Leistung verdient höchste Anerkennung. Als Gemeinde unterstützen wir diese Arbeit aus voller Überzeugung – ideell wie auch organisatorisch“, so Wörle. Bezirkschronist Johannes Pirchner schloss sich dieser Anerkennung an und dankte Bürgermeister Wörle und der Gemeinde Pinswang für die breite Unterstützung des Chronikwesens: „Gerade in Zeiten angespannter Gemeindebudgets ist es keine Selbstverständlichkeit, dass eine Gemeinde so konsequent hinter dem Chronikwesen steht. Pinswang setzt hier ein starkes Zeichen für Kulturpflege und historische Verantwortung, danke, Bürgermeister!“ Herzlicher Dank gilt Richard Wörles gesamtem Gemeindeteam, allen voran Amtsleiterin Janine Wörle. Die perfekte Organisation und die herzliche Gastfreundschaft trugen maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung bei. Die Gemeinde stellte die notwendigen Räumlichkeiten bereit und lud das gesamte Chronistenteam zum Mittagessen in den Mohren ein.

Kirchenbesuch und Ausblick

Ein kultureller Höhepunkt war die Führung durch die Barockpfarrkirche St. Ulrich, die ihren 300. Geburtstag feiert. Die Teilnehmer erfuhren dabei spannende Details zur Baugeschichte und zur Bedeutung der Kirche für das Ortsleben in Pinswang. Derzeit gibt es in nur 20 von 37 Außerferner Gemeinden aktive Chronisten. Das langfristige Ziel ist es, dass alle Gemeinden im Bezirk einen Chronisten oder eine Chronistin haben, so Pirchner. „Jede Gemeinde hat eine außergewöhnliche Geschichte. Diese zu bewahren ist eine Verantwortung, der wir uns gemeinsam stellen“, so das Resümee von Landeschronist Abendstein.

Text: Johannes Pirchner

19. Oktober 2025